moep moep moep moep moep moep moep moep moep moep
moep
Aloha!! (^з^)-

Ich bin Asu, Illustratorin, Super-
hörnchen mit geheimen Fähigkeiten,
Shopping-Queen, Freizeit-Nerdin und
(nicht so) anonyme Internet-Abhängige.

Das hier ist mein Blog und er ist awesome! Herzlich willkommen!!

Ängste, das schöne Bloggerleben und das Weltall

Vor ein paar Tagen erreichte mich diese Frage in meinem AskMe:

Hattest du jemals mit Ängsten oder Panikattacken zu tun? (Vielleicht auch in deinem engeren Freundeskreis)
Hast du Tipps wie man den Weg zur lebenstüchtigkeit beschreitet? Ich bin 21 und würde ich jetzt mit einem bestimmten Gehalt in meine eigene Wohnung gesetzt werden... ich würde es ganz ehrlich nicht schaffen. Bei dir sieht es immer so aus als hättest du so viel Power um all diese Sorgen und Probleme einfach anzugehen. Was ist deine Quelle dieser Kraft? Ich bewundere dich wirklich und du bist eins meiner Vorbilder! Ich danke dir dass du diesen Blog führst und so viel mit uns teilst, vor allem deine Kunst! Danke und bleib immer du selbst!! (Okay super verwirrender Text ende >_<)


Es rührt mich immer wahnsinnig, solche Fragen zu bekommen! Ich hatte schon angefangen zu antworten und es wurde so ein langer Text, dass ich beschlossen habe, dass das Thema eigentlich "gross" genug für einen Blogeintrag wäre. Vor allem würde es mich auch sehr interessieren, was meine Leser dazu denken und was sie für Überlebenstipps haben. Deswegen, liebe(r) Fragesteller(in), hoffe ich, es macht dir nichts aus, deine Frage hier wiederzufinden. Ich glaube, dieses Thema betrifft sehr viele Menschen, und deswegen danke ich dir für deine ehrliche Frage.

Angst!!


Als allererstes mal: Ich habe selbst sehr viele Ängste und die halten mich auch ganz schön von vielen Dingen ab, die ich gerne schaffen würde. Weil ich so viel Angst habe, daran zu scheitern, dass ich gar nicht erst anfange. Das passiert mir in so vielen Lebenslagen: Arbeit, Ziele, zwischenmenschliche Beziehungen.

Gerade zwischenmenschliche Beziehungen machen mir am meisten Angst. Ich fürchte mich auf Menschen zuzugehen, weil ich Angst habe, sie könnten mich ablehnen. Nein, meistens gehe ich sogar davon aus, dass sie es tun werden. Und ich habe es schon so oft erlebt, dass Menschen freundlich getan haben, aber hinter meinem Rücken das komplette Gegenteil gesagt und gemacht haben, dass ich meistens auch Freundlichkeit nicht traue und grundsätzlich Angst vor Menschen habe.

Meine allergrösste Angst, ist an meinen Zielen zu scheitern und dabei auch noch allein zu sein. Wenn es mir gerade psychisch nicht so gut geht, hab ich Alpträume davon und krieg es kaum hin, meinen Alltag zu meistern. Wie soll ich in etwas Kraft investieren, wenn die Wahrscheinlichkeit so gross ist, dass es nicht klappt und nachher alles nur schlimmer ist?

Ich weiss nicht, was deine Ängste im Genauen sind, aber vielleicht erkennst du das Gefühl wieder.

Die kuschelig-sichere Routine


Was allerdings recht gut klappt, ist das alltägliche "Funktionieren", also wenn ich einen Job (oder einen dringenden Auftrag) habe, kriege ich es hin, die Aufgaben einfach mal auszuführen, vor allem, wenn es etwas ist, was keine riesige, neue Herausforderung ist und ich im Grunde davon ausgehen kann, dass ich es im Endeffekt eh schaffe. Und gerade bei einem nicht-selbstständigen Angestellten-Job tut diese Routine auch irgendwie gut: Man braucht keine allzugrosse Angst haben, dass man etwas nicht hinkriegt, und jeden Monat fällt einem Geld aufs Konto. Ich bin jetzt sein einem halben Jahr zum ersten Mal in meinem Leben fest angestellt und das nimmt einem tatsächlich einiges an Sorgen von der Seele. Als ich ausschliesslich selbstständig war, hatte ich viel mehr davon.

Natürlich ist nicht alles sorgenfrei, aber jedem, der gerade psychisch nicht so super mit seinem Leben klarkommt (was ich dieses Jahr definitiv nicht getan habe dank Trennung, Umzug etc.), empfehle ich, sich einen geregelten Job zu suchen. Es muss ja nicht fürs ganze Leben sein, aber wenn man seelisch eh schon geschafft ist, ist es schwer auch noch grosse Karrierepläne umzusetzen. Routine muss nicht nur etwas negatives sein, es gibt einem auch Stabilität. Wenn man wieder mehr auf dem Damm ist, kann man sich wieder den wilderen Träumen widmen und vielleicht risikoreichere und spannendere Jobs suchen. Das ist zumindest mein Ziel.

Was hat das Weltall damit zu tun?


Also wie du(ihr) merkst, so viel Power habe ich leider nicht. Es hat definitiv nicht immer alles geklappt in meinem Leben und bei vielen dieser Dinge kann ich davon ausgehen, dass nicht "das Schicksal" böse war, sondern dass ich ganz klar selbst daran gescheitert bin, weil ich in etwas nicht gut genug war oder es nicht genug ernst genommen habe. Wie soll man da keine Angst haben, noch etwas anzupacken?

Das, was mir im Grunde immer hilft irgendwie weiter zu machen, .... das ist schwer zu erklären. Ich bin ja ein riesiger Fan von Astronomie (ich hatte dazu auch schon etwas in diesem Blogeintrag). Die Vorstellung von einem unvorstellbar riesigen Weltraum, der sich einen Dreck um uns winzige Menschen schert, ist einerseits etwas creepy, aber auf eine bestimmte Art und weise auch irgendwie beruhigend: Das, was ich als winziger Mensch mach, hat kosmisch gesehen null Bedeutung. Also auch jeder Fehler und jedes Scheitern ist gar nicht so dramatisch, wenn man es in dem Maßstab anschaut. Ich kann den letzten Mist bauen, aber das Leben geht irgendwie weiter, meistens recht unbeeindruckt davon. Menschen sind natürlich um einiges zerbrechlicher als das meiste Zeug im riesigen Weltraum und deswegen kriegen wir nicht alles hin und scheitern im Schnitt mehr als wir schaffen, aber irgendwie existieren wir ja immer noch, trotz all unserer gesammelten Fehler. Mildert das die Angst nicht zumindest etwas? Mir hilft dieser Gedanke meistens, ein Bisschen weniger Panik zu haben. Dadurch schaffe ich es, manchmal etwas mehr Mut zu haben und weiterzumachen oder etwas risikobehaftetes auszuprobieren. Ich nenne das "kosmischer Optimismus".

Hoffentlich klang das jetzt nicht zu sehr nach einer Esoterik-Tante, denn von sowas halte ich nicht gerade viel. Aber im Grunde ist alles, was dich oder mich vom angstfreien Leben abhält, nur in unserem Kopf. Also muss man Wege und Gedankenansätze finden, den eigenen Kopf zu überzeugen, dass er sich mal zusammenreissen sollte. Ich glaube, deswegen sind auch manche Menschen auf irgendeine Art und Weise gläubig, weil es ihre Ängste im Kopf mildert.

Ich weiss nicht, ob meine Rangehensweise dir irgendwie hilft. Wahrscheinlich nicht, denn jeder Kopf funktioniert anders und etwas, was mein Kopf als angenehm empfindet, kann für jemand anderen einfach nichts bedeuten. Vielleicht haben meine Leser ja ein paar Tipps und persönliche Erfahrungen, wie sie es schaffen, mit Ängsten umzugehen.

Bloggern geht's zu gut


Abschliessend muss ich aber noch ganz ehrlich sagen: Das Leben von Bloggern wirkt online immer um einiges positiver und problemfreier als es in Realität ist. Die meisten Blogs sind (SEHR vereinfacht gesagt) eine sehr kurzgefasste Form vom Leben und vor allem eine Sammlung von schönen Bildern. Manche zeigen absichtlich nur die schönen Seiten, teilweise auch um sich selbst mehr an das schöne zu erinnern. Manche wollen vielleicht nicht, dass sich jemand Sorgen macht. Manches von den eigenen Ängsten und Schwächen will man auch nicht unbedingt öffentlich schreiben, weil es genug reale Menschen gibt, die es nachher gegen einen selbst verwenden könnten (habe ich schon erwähnt, dass es mir schwer fällt, Menschen zu vertrauen? ^^°). Und an sich ist es nicht so einfach, seine Gefühle ehrlich und authentisch mit anderen zu teilen, vor allem wenn man nicht auch noch ein talentiertes Genie der Prosa ist. Aus diesen vielen Gründen kann man leicht das Gefühl kriegen, dass einem bloggenden Menschen alles leicht fällt. Weil man vieles, was dahinter ist, gerade seelische Probleme, nicht sieht.

Meistens kannst du also davon ausgehen, dass alle, egal wie glamourös und schön ihr Leben im Blog wirkt (bei manchen wirkt es echt wie das Paradies auf Erden), ihre Ängste und Probleme haben und noch keiner die Methode gefunden hat, immer strahlender Supermensch zu sein. Und wenn doch, sollte diese Person definitiv ein Buch darüber schreiben und zurecht stinkreich werden damit.



So viel zumindest zu meinen Erfahrungen mit Ängsten. Vielleicht war es irgendwie hilfreich für irgendwen. Immer, wenn ich so lange Texte schreibe, habe ich das Gefühl, sie sind verwirrend und zusammenhangslos. Deswegen gab's diesmal auch praktische Zwischenüberschriften, damit ich und ihr die Übersicht nicht verlieren. Mich würden sehr eure Erfahrungen und vielleicht Tipps zum Leben meistern interessieren, wenn ihr welche teilen mögt und könnt.



Missing You
(2NE1)


-beat
80%
(a bit better)
★ASU★
asurocks.de

P.S.: Ich habe auch Angst vorm Telefonieren!

40 comments:

  1. Sehr schöner und ehrlicher Blogeintrag.
    Ach ja, ich hasse Telefonieren auch.

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  2. "Ich bin jetzt sein einem halben Jahr zum ersten Mal in meinem Leben fest angestellt und das nimmt einem tatsächlich einiges an Sorgen von der Seele."

    Das kann ich so unterschreiben! Im Studium war das Geld knapp, ich wusste nicht, was ich danach tu und konnte nicht viel langfristig planen, aber wenn man täglich zur Arbeit geht, gibt einem das zum einen das Gefühl, etwas zu schaffen und gebraucht zu werden und zum anderen hat man ein festes Einkommen und somit eine gesicherte Basis, um sich das schöne Zuhause sichern zu können.

    Ich finde zusätzlich neben der Gewohnheit auch noch einen vertrauten Ort sehr wichtig, z.B. die eigene Wohnung. Wo man tun und lassen kann was man will - mich macht das zumindest auch sehr zufrieden und entspannt. Ich finde auch, das sollte jeder mal gemacht haben, denn das nimmt absolut die Angst vorm allein sein und man findet sich irgendwie ein Stück weit besser selbst (was jetzt auch irgendwie esoterisch klingt O.o).

    Ich hoffe, du fühlst dich in deiner neuen Butze sehr wohl und kommst gut klar! Ich warte sehnsüchtig auf den Wohnungspost ^_^

    P.S.: Achso: Hast du eigentlich ein Skript, das Texte in Klammern automatisch grau färbt oder machst du das von Hand? ^^

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    1. Ohja, eine eigene Bude ist eine super Sache. Mir hilft es auch ungemein. Ich dachte, ich würde Angst haben, wenn ich das erste Mal alleine in meiner Wohnung schlafe. Es war aber nichts der gleichen, ich hab geschlafen wie ein Murmeltier!
      Ich glaube, es macht einen auch definitiv widerstandsfähiger, wenn man auf sich selbst gestellt ist. Das kann man sich gar nicht so vorstellen, wenn man bisher immer mit Familie etc. gewohnt hat.

      P.S.: Nein, ich copypaste das per Hand! XD Ich überleg aber auch schon, wie ich ein Script dafür basteln könnte.

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    2. Ja, ich empfehle das auch jedem - vor allem denen, die Angst vorm Alleineleben haben. Es stärkt unglaublich und lehrt fürs Leben :)

      P.S.: Ich glaube, außer einem Replacement von ( durch v font color="grey" v ( bzw. ) durch ) v /font v oderso fällt mir auch nichts ein ^_^

      (stell dir mal die v als < > vor, blogspot möchte das sonst nicht abschicken)

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  3. Ich liebe solche Blogs von dir :) Vielen Dank, sehr motivierend!
    Wenn ich mir manche Blogs/Blogger angucke könnte man denken die haben in ner Lotterie gewonnen und man fühlt sich total schlecht und versagerisch. Naja, es gibt immer eine Kehrseite der glänzenden Medaille, wie du sagst Asu.

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  4. Ich glaube du hast sehr recht, das meiste wirkt immer sehr schön, mein blog is nur negativ, ich nutze ihn nur zum frust ablassen, das gute ist bei facebook.
    die maske quasi und manchmal ein bissl frust, und auch wenn mein blog hoch depri wirkt, lebe ich und bin meist ganz gut drauf. es ist nur ein momentauszug aus meinem leben, eine momentaufnahme, ein ablegen, das geht negativ wie positiv. positiv liest man lieber. das ist wie mit den tollen bildern, die sind bearbeitet (von den ganzen DIY Leuten) und man denkt, boah ham die ein tolles Leben, (haben die bestimmt auch XD) aber naja. ich finde asu erklärt das sehr gut :)
    Liebe Asu wenn ich dich treffen würde in HH ich würde dich zu einem Tee verpflichten, ich find dich klasse :)

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  5. Ich hba gerade angefangen Medizin zu studieren, bin mal wieder von zu hause ausgezogen, dauerpleite und wurde an einem Wochenende mit so vielen neuen Leuten konfrontiert und mein Kopf vollgepumt mit ausschließlich superwichtigen Informationen, man muss an alles denken, am besten jedes Fach sofort lernen und in einer Woche Latein lernen. Ob ich überfordert bin?
    Nö, ich glaube nicht.
    Manchmal krieg ich Panik, ja. Weil ich jede Woche ein Chemietestat schreibe und Chemie nicht blicke, aber hey...4 von 8 Punkte reichen zum bestehen :D
    Klingt vllt etwas gleichgültig gerade, ist es aber nicht. Um nicht kaputt zu gehen und eventuell Burnout zu kriegen, habe ich eine 'Nicht verrückt werden Taktik' entwickelt. Wenn ich morgens in die Uni fahre, konzentriere ich mich nicht auf blöde Chemie, sondern auf die Leute, Wenn ich nachmittags nach hause fahre, dann denke ich mit Absicht nicht daran, was ich noch alles machen muss, sondern 'Hey, mal sehen, was ich heute noch alles schaffe und trotzdem noch 7 Stunden Schlaf kriege.' Klappt sehr gut :) Was die Dauerpleite angeht, ich hab für mich selbst ne Challenge im Geldspraren gestartet :)

    Alles in allem, versuche ich grade alles mit Spaß zu machen und es einfach 'positiv umzudrehen'. Wie könnte man diesen Optimismus nennen, Asu?

    Liebe Grüße
    ellia

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    1. Oha, Medizin ist hardcore, das hab ich im Bekanntenkreis gehört. Ö__Ö
      Deine Methode find ich ziemlich gut, ich sollte sie auch öfter mal benutzen. Manchmal denk ich so viel darüber nach, was ich alles tun muss, dass ich zu nichts davon komme. XD
      Dauerpleite sein kenn ich auch gut, zum Glück hab ich jetzt gerade kein Problem damit, aber es kann ja jederzeit wiederkommen. >__<

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  6. Das kommt mir sehr bekannt vor....Aber ich muss sagen, das es bei mir im Kopf langsam besser läuft. Seitdem ich DiamatwegsBuddhist geworden bin (also ich die Einstellung hatte ich schon immer ^-^) und fast täglich meditiere, ist das "Rauschen" in meinem Kopf besser geworden :-) Mein Gedankenkarussell dreht sich mittlerweile langsamer und ich bin gelassener geworden. Klar, hab ich auch zwischendurch Phasen, da geht es mir nicht besonders und ich mach mir Sorgen (wie geht es in meinem Leben weiter, wird alles irgendwie klappen, wie es auch gut ist?!) aber ich tue alles so gut ich kann und Rückblickend war alles, was geschehen ist sinnvoll. Zum Vertrauen zu Menschen kann ich nur sagen, das ich auch das kenne aber im Laufe meines Lebens sind Menschen in mein Leben getreten, die irgendwann einfach meine Freunde wurden und in schwierigen Phasen immer da waren. Aber bei keinem von ihnen ging es "Puff" und wir waren Freunde. Das hat sich mit der Zeit so entwickelt :-)
    Danke, Asu, für den tollen Post! Ich lese Deinen Blog wirklich gerne :-)
    Liebe Grüße,
    Asakku Sky

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    1. Meditieren hab ich nie wirklich hingekriegt, auch wenn das vielerseits empfohlen wird. Ich kann mich nicht mal 5 Minuten ruhig hinsetzen und nichts konkretes tun (ausser ich schlafe). Also bewundere ich alle Menschen, die das können. ^^

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    2. In diesem Fall geht es nicht darum "Nichts zu denken", wie viele denken, dass habe ich auch nie hinbekommen ;-)
      Wir haben in den Diamantwegszentren eine geleitete Meditation (die man auch alleine zu Hause in eigener Gescheindigkeit machen kann) und dadurch trainiert man den Geist, den Fokus auf etwas bestimmtes zu halten (es wechselt zwischendrin aber das hier genauer zu erklären passt nicht so ganz, das könnte ein etwas längerer Text werden ;-) Es ist wie ähnlich beim Training im Fitness-Studio: erst fängt man mit kleinen Gewichten an und kann noch nicht so viel stemmen oder die Ausdauer lange halten, aber wenn man regelmäßig immer etwas trainiert, legt man irgendwann etwwas Gewicht drauf oder die Ausdauer auf dem Laufband steigert sich. Je nach Tagesform kann ich mich auch schlecht konzentrieren oder habe keine Lust aber im Großen und ganzen merke ich einen sehr großen Unterschied zu mir vor 5 Jahren und jetzt :-)
      Liebe Grüße & ein schönes Wochenende :-)

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  7. Ich glaube jeder kennt die Angst zu versagen. Aber wenn man länger darüber nachdenkt kommt man sicher auf den Schluss, dass das schlimmste was passieren kann (auch im erwachsenen Leben) ist, dass man von vorne anfängt. Wenn ich bedenke, dass sich so schnell alles ändern kann. Ich und mein Freund haben vor 4 Jahren von 400 euro überleben müssen (unsere Miete betrug allein schon 228 Euro - ein Betrag, den ich wohl nie vergessen werde) und jetzt ist es das zehnfache was wir verdienen - und ja ich hatte Angst, weil mein Freund keinen bezahlten Job hatte und ich quasi für uns beide verdiente und verantwortlich war. Diese Verantwortung hat mich fast erdrückt und meine Beziehung oftmals auf die Probe gestellt - aber wenn man das durchsteht und einfach nicht faul ist wird alles gut: wenn auch auf Umwegen verspreche ich das :)

    Und ja ich hab auch die ersten 3 Monate manchmal geweint und hab dann völlig verotzt meine Mama angerufen (mein Freund war die ersten 3 Montae nicht bei mir und ist dann nachgezogen). Und das mit 20 und ich bin wirklich eine Weltenbummerlin. Aber es ist doch was anderes das erste mal eine eigene Wohnung und dann auch noch in einer fremden Stadt wo man niemanden kennt. Angst zu haben ist normal und auch gesund. Aber man muss das Leben bei den Eiern packen. Man fühlt sich unglaublich, wenn man was erreicht hat, wovor man davor Angst hatte. Ob es nun die erste eigene Wohnung ist, der erste Job, die erste (oder neue) Beziehung. "Was macht DICH glücklich?" und "Wie kannst du das Beste aus der Situation für DICH machen?" - das sind fragen die ich mir fast täglich stelle. Es klingt evtl. sehr egoistisch, aber manchmal muss man es auch sein. Man lebt (wahrscheinlich) nur einmal und es dein Leben. Mich macht es glücklich, Menschen die ich liebe glücklich zu machen und ich muss zugeben: geld verdienen. Man sagt ja "Geld macht nicht glücklich" aber es erleichtert das Leben schon enorm. Ich weiß zumindest, dass ich nie wieder schwarzfahren muss (wie vor 4 jahren weil einfach das Geld nicht da war) oder nur Nudeln (ohne tomatensoße oder Ketchup) essen muss.

    Also ja gesunder egoismus und einfach Lösungen suchen und sich nicht zu sehr an die Angst bzw. ans Problem klammern. Denn ja Asu hat recht. Im vergleich zum Universum sind wir weniger als ein Fliegenschiss wert. Aber dieser Fliegenschiss, den wir Leben nennen, sollten wir so schön gestalten wie es geht. Denn man hat nur ein Fliegenschiss :D

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  8. Ehrliche und gute Worte von dir liebe Asu. Hoffentlich nehmen manche Leute, die dir diese Fragen stellen und diesen Text lesen, für sich positiv auf und kriegen ihre Ängste besser meistern.

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  9. Ich hab auch viele Ängste, die mich hemmen. Um ehrlich zu sein, steht auf meinem Beipackzettel vermutlich an erster Stelle der Zutaten: "Ängste (70%)", und der Rest ist quasi Beiwerk und Bindemittel, damit die Ängste in einem Stück bleiben. ^^; Allerdings weiß ich bei vielen Ängsten auch, woher sie kommen, insofern kann ich nun auch nicht behaupten, dass sie alle unbegründet wären. *hust*

    Ich versuche meistens, diese Ängste online nicht so groß auszubreiten. Ein bisschen macht man sich Sorgen, dass das ansteckt, ein bisschen will man sich auch so darstellen, wie man gerne wäre (also mit etwas weniger Angst... und Fett :D), ein bisschen hat man auch Angst (wie passend), dass einen die Leute dann weniger mögen oder es auf böse Art ausnutzen.
    Wenn ich dann unausweichbar vor etwas stehe, vor dem ich Angst habe, dann bin ich innerlich ein schwabbelnder Haufen Panik, äußerlich versuche ich cool zu bleiben und sage mir, dass so viele andere Leute vor mir die gleiche Situation unfallfrei gemeistert haben. In gewissen Umständen ist es gerade gut, wenn man allein ist, weil niemand dabei zuschaut, wenn man Fehler macht, und die Demütigung noch verstärkt. Das hat mir beim Einstand ins Alleinleben sehr geholfen. Was mir da allerdings am meisten fehlte, war der Kontakt zu anderen Menschen.

    Das ist umso blöder, weil ich es dank meiner Introvertiertheit verdammt schwer finde, Kontakt zu fremden Menschen aufzubauen. Ich brauche auch nicht viele Freunde, aber denen vertraue ich dann auch nahezu blind, und ich bin sehr froh, dass ich Asu dazu zählen kann. <3 Bei anderen bin ich dann doch eher vorsichtig und vielleicht sogar misstrauisch, auch wenn es furchtbar ist, das zuzugeben, weil man ja andeutet, dass man von anderen Menschen immer etwas Schlechtes erwartet. >_<

    Was Asu zur Routine gesagt hat, ist wirklich ein wichtiges Hilfsmittel, den Alltag zu bewältigen. Ich hab angefangen, meine Tage und Wochen einigermaßen fest zu organisieren, damit ich dort keine Entscheidungen mehr treffen muss, bei denen ich Angst hätte, falsch zu liegen, und mich einfach darauf zu konzentrieren, das zu tun, was zu tun ist. Als Selbstständiger braucht man da zwar auch einige Disziplin, um sich daran zu halten, aber irgendwann merkt man, dass es das Leben einfacher macht und einiges an Anspannung nimmt. (Es hilft auch etwas, wenn man Haustiere hat, um die man sich kümmern muss. Sobald es nicht mehr nur um das eigene Dasein geht, reißt man sich mehr zusammen. Ist natürlich nur praktikabel, wenn man ein Leben führt, was Haustiere erlaubt.)

    Was ich mir ebenfalls angewöhnt habe: Ich gönne mir selbst Belohnungen, wenn ich etwas geschafft habe, vor dem ich Angst hatte. Manchmal hat das, was man getan hat, ja keine schnellen, unmittelbaren Vorzüge (was es umso schwerer macht, die Angst zu überwinden), also sorge ich selbst dafür, dass ich einen Sofortbonus habe. Ist natürlich auch klar, dass man dabei nicht schummeln darf, sonst bringt es ja nichts.

    Das ideale Rezept gibt es nicht, aber vielleicht hilft es ja zu wissen, dass man nicht die einzige Person auf der Welt ist, die damit zu kämpfen hat. Und auch die, die man im Netz bewundert, haben so ihre Neurosen und Probleme, von denen sie gelegentlich überwältigt werden. :)

    PS: Ist schon komisch, dass man als Kind immer den Eindruck hatte, dass die Erwachsenen den Durchblick hatten. Und dann wurde man selbst so alt und hatte das Gefühl, dass irgendwer vergessen hat, einem das Lehrbuch "So läuft das Leben, wenn man erwachsen ist" zuzuschicken. Irgendwann merkte man: "Hey, die anderen strampeln genauso wie ich und müssen genauso oft raten, was jetzt zu tun ist." Und das beruhigt dann wirklich ein bisschen, obwohl es einem nicht anders geht als zuvor. Aber man kommt sich nicht mehr ganz so blöd vor.

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    1. Ich bin nicht so sehr introvertiert (ich bin phasenweise introvertiert XD), aber trotzdem fällt es mir nicht leichter, mit Menschen kontakte zu knüpfen. Es fällt mir gar nicht so schwer, sie anzusprechen oder so, aber ich frage mich ewig, ob die Person nur aus gesellschaftlichen Konventionen zu mir nett ist oder weil sie mich für etwas ausnutzen will. Das hilft nicht gerade für Freundschaften aufbauen. Leider habe ich aber auch schon oft erfahren müssen, dass die Angst begründet war. >__< Vielleicht spüren aber auch ehrlich nette Menschen auch, wie ich mich aus Vorsicht distanziere und reden dann deswegen schlecht von mir...?

      Ausserdem schaff ich es relativ oft aus reinem Versehen, mich wie ein Volltrottel zu benehmen anderen gegenüber. Es tut mir leid, falls jemand schonmal drunter leiden musste. U__U

      Und es ist wirklich sauhart, sich als Selbstständiger selbst zur Disziplin und geregelten Zeiten/Abläufen zu zwingen. Ich finde, es ist eigentlich der schwerste Teil und nicht so sehr das Suchen nach Aufträgen etc.... okay, das ist auch schwer. XD
      Und bei Belohnungen schummel ich wirklich oft. ^^°

      Aber genau das, was du im PS schreibst, dachte ich mir auch oft. Ich hab auch erst viel später erfahren, mit wievielen Existenzängsten z.B. meine Eltern damals kämpfen mussten, als ich ein Kind war. Aber für mich sah es tatsächlich immer so aus wie "Erwachsene wissen immer, was zu tun ist". Und jetzt frag ich mich oft, ob ich auch so wirke auf andere, als wüsste ich genau, was gerade zu tun ist. Wenn ja, dann ist es wirklich faszinierend. XD

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  10. Hey ASU,

    ich kann einfach nur nicken und zustimmen.
    Du hast schon mal hier einen sehr persönlichen Text gepostet, dem fühlte ich mich auch schon sehr verbunden.
    Schön immer mal wieder daran erinnert zu werden, dass es dort in dieser großen weiten Welt jemanden gibt, der genauso oder zumindest ähnlich tickt.

    Vielen Dank, dass du so viel persönliches mit uns Lesern teilst.

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  11. Hallo liebe Asu :)

    Ich bin irgendwie immer wieder überrascht, wie... negativ oder klein sich die meisten Menschen sehen. Nicht nur du hast so viele Ängste, sondern wenn ich so auf die Kommentare schaue, auch deine Follower und so viele andere...

    Und ich finde es so krass, weil die meisten einfach nicht sehen, WAS sie alles können und worauf sie alles stolz sein könnten. Es gibt eindeutig zu viele Menschen, die immer auf ihre Fehler schauen und nicht auf ihre Stärken.

    Ich will gar nicht so viel dazu schreiben, weil ich dann wahrscheinlich einen Eintrag hier schreibe, der 10 Mal so lang ist wie deiner...
    Aber für alle, die vielleicht ein wenig an übernatürliche Kräfte glauben, die sollten sich vielleicht mal diese Webseite anschauen: http://thesecret.tv/ oder sich das Buch "the Secret" anschaffen. Es hilft einem selber einfach unheimlich, Ängste zu besiegen und das Leben und sich selbst so viel positiver zu sehen...
    Vielleicht wäre das auch was für dich, gerade weil du sehr vom Universum fasziniert bist? : )

    Alles Liebe,
    Svea

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  12. Danke. Einfach vielen Dank! Ich habe starke und zum Teil unsinnige Existenzängste, aber das hat mir geholfen. Und ja, dein kosmischer Optimismus hat etwas sehr beruhigendes. Danke. LG

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  13. The Outlaw23/11/13 00:16

    Ich glaube, aus dem Beitrag und einigen Kommentaren kann ich noch einiges mitnehmen. Alleine dafür DANKE, Asu!

    Bei mir fing es so in der 7. Klasse damit an, dass ich in vielen Situationen irgendwann große Angst hatte, irgendwas zu sagen, wenn ich nicht selbst davon überzeugt war, dass das was sinnvolles ist. War im Alltag wie in der Schule gleichermaßen problematisch und ich kann nur mutmaßen, wie das kam, denn ich war in noch jüngeren Jahr viel aufgeweckter. Verschiedene Menschen, darunte leider auch meine Eltern, gaben mir allerdings immer wieder mal ganz unterschwellig zu verstehen, dass scheinbar irgendwas nicht mit mir stimmt oder dass ich andere Interessen haben sollte. Ich hatte keine außergewöhnlichen Hobbys oder Styling-Phasen, nein, es ging dann wirklich um so was, dass ich nicht normal sein kann, wenn ich zB keine Freude daran habe, in Discos zu gehen. Noch heute überlege ich manchmal, ob ich nicht wirklich ein Sonderling bin und scheue mich im Alltag, auf Menschen zuzugehen.
    Allerdings hatte ich dann doch irgendwann mal Glück und hatte Erfahrungen, die mir geholfen haben, dass ich zumindest mit den meisten Leuten ungezwungen reden kann, auch, wenn ich sie nicht so gut kenne. Ich gehe immer noch kaum auf Leute zu, aber ich kann, metaphorisch gesehen, den Ball leichter auffangen und zurückwerfen, wenn jemand anderer anfängt.

    Teilweise war es einfach Glück, weil meine panische Angst bei meinem vorletzten Klassenwechsel, dass ich mit Sicherheit wieder wieder meiner Interessen ausgestoßen werde, am Ende gar nicht eintraf. Ich war es bis dahin zB gewohnt, wegen meiner Vorliebe für Anime belächelt zu werden, hier traf ich erstmals seit Jahren wieder auf ''Gleichgesinnte''. Und auf der Realschule, wo ich in meinen 15 Jahren auf dem Weg zum Abi (*hust*) mal war, habe ich obendrein gemerkt, dass ich ja doch nicht so doof bin. Gab dann ein sehr gutes Realschulzeugnis, Mut für die Oberstufe und da GING es dann, aber trotzdem: Mir hat ein Handbuch für das Leben nach der Schule gefehlt. Ich war, würde ich rückblickend sagen, gut genormt für die Schule, aber nicht für das Leben.

    (Teil 2 folgt)

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    1. The Outlaw23/11/13 00:17

      Ein fester Job war am Ende dann das, was hier ja auch schon erwähnt wurde und mir bisher in meinem Leben am meisten geholfen hat. Für mich stand nach der Schule erstmal mein Ersatzdienst an, ein FSJ beim Krankentransport. Und danach war ich dort noch ein Jahr angestellt statt direkt mit dem Studium anzufangen, weil ich einfach nicht weg wollte. Schwer zu beschreiben, wie groß der Unterschied zwischen meinem Ich, das dort angefangen hat, und dem Ich, was 2 Jahre später gegangen ist, war, aber er war definitiv gewaltig. Ich fühlte mich nicht nur gebraucht, sondern hatte das erste mal in meinem Leben das Gefühl, dass ich was sinnvolles tue. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, in einem langweiligen, bedeutungslosen Job zu enden, der genauso gut ohne mich funktionieren würde. Dass ich ein langweiliges Leben vor mich hin lebe und in irgendeinem Büro versauer. Plötzlich hatte ich aber etwas, wo ich mir mittlerweile denke: Das kann ich 30-40 Jahre machen und mit Stolz darauf zurückblicken. Es ist bei sozialen Berufen ja oft schwer zu erklären, wieso man das machen will, weil das Gesamtpaket (Arbeitszeiten, Bezahlung, Stress etc.) nicht allzu rosig erscheint, aber gerade, weil mein Leben kurz ist und die Welt danach genauso gut ohne mich funktionieren, will ich die Zeit, die ich habe, nutzen, um ein paar Menschen helfen zu können.
      (Und dank vieler tollen Kollegen weiß ich mittlerweile auch, dass positives verrückt sein bzw. anders sein toll ist. Ich bin immer noch oft unsicher und gebe nicht der Welt die Schuld dafür, wenn ich manche Sachen an mir einfach nicht ganz ändern kann. Stattdessen denke ich mir: ''Ich bin einfach das, was ich bin, so gut es geht und hoffe, dass ich zu den richtigen Leuten finde, die mich dafür mögen.'')

      Das ist jedenfalls mein Ziel, in der Realität bin ich derzeit Student und merke, dass mir Selbstorganisation mal so was von überhaupt nicht liegt... ich wollte jetzt im 3. Semester eigentlich einen Neustart versuchen und schauen, ob ich am Ende doch irgendwie als Journalist ende, aber egal, wie ich es drehe: Mir liegt die Universität nicht. Und ich bin bereit zu sagen, dass ich es einfach nicht schaffe und mich lieber einer Ausbildung zum Rettungsassistenten widme für einen schlecht bezahlten, stressigen Job, der mir aber Freude und die nötige Stabilität im Leben gibt, um dadurch den Mut zu haben, ein finanzielles Standbein als Einkommen erstmal klein und experimentell zu versuchen.


      Jedes Erfolgserlebnis mitnehmen, sich auf die Leute konzentrieren, für die man sich nicht verstellen muss, auch seine Macken mögen und ein fester Job - das wäre wohl so in etwa das, was man daraus ziehen könnte.

      Kann nicht alles immer klappen, mich verunsichern gerne spontante Veränderungen oder generell Kleinigkeiten. Jetzt zB geht mir durch den Kopf: ''Ist das Gewurste, was du da geschrieben hast, überhaupt hilfreich, interessiert das jemanden und passt das überhaupt hier hin!?'', aber irgendwie kann man vielleicht auch langfristig gewinnen, wenn man sich jeden Tag den Herausforderungen und Ängsten stellt und ihnen zumindest ab und an eins auswischen kann, indem man sich selbst überwindet.

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    2. The Outlaw23/11/13 00:23

      PS:
      Telefonieren (mit Fremden, bei Ämtern, Versicherungen etc.) hasse ich auch, das aber nur am Rande, ist schon genug Text. xD

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    3. Ich glaube, wenn man sowas schreibt, kann man an sich gar nichts falsch machen. ;3 Selbst wenn es keiner lesen würde, tut es einem selbst gut. Und es besteht die Möglichkeit, dass es jemand liest und es ihm auch gut tut! YAY!! ....deswegen hab ich überhaupt angefangen zu bloggen damals. ^^

      Und zum allgemeinen verrückt sein denk ich, nachdem ich ganz ähnliche Erfahrungen in der Schule etc. hatte: Wenn einem die "Allgemeinheit" (die es zwar so nicht gibt, aber es gibt ja schon irgendeinen Durchschnitt aus der Masse) so unbedingt mitteilen will, dass man irgendwie anders ist, sollte man das einfach als Tatsache akzeptieren. Dann braucht es eine Weile, bis man sich ganz an die Tatsache gewöhnt hat, aber danach kann es nicht mal wirklich jemand gegen einen verwenden, denn was sollen sie noch sagen, nachdem man drauf antwortet "ja, ich weiss, na und?". Deswegen bin ich so ein grosser Fan von diesem Spruch von Tyrion aus GoT.

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  14. Das ist ein toller Eintrag, liebe Asu ^_^ Das mit dem Weltall geht mir auch so. Ich hab frueher schon immer gerne in den Himmel gesehen und mir gesagt, wie klein wir doch eigentlich alle sind. Und im Vergleich was da draussen liegt ist jeder doch nur ein winzig winzig kleines Licht. Ich bin ja auch jemand der oft an sich zweifelt und nicht so offen auf andere zugehen kann aus Angst abgelehtn zu werden. Damit hatte ich oft genug Erfahrung. Und ich weiss sehr wohl, dass viele Menschen nur aus irgendwelchen Gruenden nett sind, mich aber wahrscheinloch gar nicht ausstehen koennen. Ich sage mir mittlerweile, dass das eben so ist und es JEDEM so geht. Da ist niemand eine Ausnahme.
    Naja, ich will dich nicht so volllabern. Du weisst das ja auch alles sebst^-^

    Liebe Gruesse :)


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  15. Ein wirklich schöner Text, in dem sich wohl viele mehr oder weniger wiederfinden werden. Auch ich. Ich glaube, es hilft schon viel, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist. Das es teilweise sogar irgendwie zum Leben dazugehört. Denn die Erfahrung zu machen, sich seinen Problemen und Ängsten zu stellen, macht uns schließlich zu den Personen, die wir sind. Trotzdem gibt es Ängste, die man nicht alleine besiegen kann. Wenn die Angst uns völlig lähmt, dann sollte man sich vielleicht richtige Hilfe suchen.

    Aber Asu, wie gehst du eigentlich damit um, wenn Freunde oder auch nur flüchtige Bekannte diese Einträge bei dir lesen? Schließlich machst du dich ja dadurch auch immer ein wenig verletzbar, was ja schon sehr mutig ist von jemandem, der manchmal Schwierigkeiten hat, sich vor anderen Menschen zu öffnen.

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    1. Um meine Freunde mach ich mir keine Sorgen, aber gerade wegen der flüchtigen Bekannten schreib ich nicht zuuuuu viel persönliches im Internet. Aber gerade bei so einem Thema denke ich, dass jeder Mensch mit einem Herz das irgendwie nachvollziehen können sollte. Und jeder, der es irgendwie gegen mich verwenden sollte, muss so weit oben auf der Arschloch-Skala sein, dass er/sie vermutlich so oder so Mittel und Wege finden würde, mir zu schaden, wenn er/sie es unbedingt muss. >__>

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  16. Das Konzept deines "kosmischen Optimimus" macht tatsächlich irgendwie Sinn. XD Sollte ich mir merken.
    Mja, was soll ich beisteuern zum Thema...Existenz-/Lebensängste und dergleichen spielen auch bei mir eine Rolle. Ich habe jetzt mein Studium fertig und bin leider immer noch ohne Job (Ich hab Mediendesign studiert und liege grade im Klinsch mit dem ganzen Portfoliokram. Kennst du vielleicht...). Da sind relativ viele negative Gedanken, die mich eigentlich nie loslassen, selbst wenn ich nicht konkret darüber nachdenke. Ich sage mir halt selbst, dass es aber in Ordnung ist, Fehler zu machen und Ängste/negative Gedanken zu haben. Das fällt mir schwer, weil ich mir selbst keine Fehler erlaube, aber es hilft mir auch sehr. Die negativen Aspekte gehören genauso zu meinem Leben wie die positiven. Sie sollen zwar nicht die Oberhand gewinnen, aber ich will sie auch nicht verbannen.
    Ich glaube, ich bin ein bisschen vom Thema abgeschweift. ^^'

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  17. ich weiß nicht, ob ich einen "festen arbeitsplatz" wirklich besser finde, als das leben als student. klar, man hat mehr geld, aber das wars auch echt schon. ich find eher doof, 8 std am tag arbeiten zu müssen, den ganzen tag im büro zu sitzen (ich bin ebenfalls grafikdesignerin) und so wenig freizeit zu haben. oft wünsche ich mir, wieder student zu sein, sich morgens beim aufstehen zu freuen, gewisse kurse zu haben, seine freund zu sehen, rumzualbern, mal versehentlich zu spät zu einem kurs zu kommen, weil man in der mittagspause zu sehr getrödelt hat, mal früher nach hause zu gehen oder komplett mal zu schwänzen, wenn man keine lust hat. sich auf semesterferien freuen, und ein ziel zu haben, dem man immer näher kommt, für das man "kämpfen" muss. im job habe ich täglich routine, es passiert nix spannendes und ich habe auch kein ziel mehr, auf das ich hinarbeite. daher langweilt mich das eher, und ich wäre wirklich GERN nochmal studentin, was aber mittelerweile finanziell nicht mehr gehen würde -o-

    dafür mache ich fortschritte mit mir selbst, also ich hatte/hab zb immer das problem, meine meinung nicht richtig sagen zu können, oder sachen abzulehnen, wenn mich jemand drum bittet, aber mittlerweile schaffe ich das, auch wenn ich dabei noch nervös bin, weil ich angst vor bösen antworten hab. ich arbeite grad daran, meine "fehler" bzgl äußerlicheiten zu akzeptieren, denn man sieht nunmal so aus, wie man aussieht, und dann konzentrier ich mich immer nur auf die sachen, die ich an mir nich mag... naja, wird noch. ;)

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    1. Ich habe auch nie gesagt, dass ich das Konzept von 8h-Arbeit 7 Tage die Woche so großartig finde. Eigentlich finde ich es auch besser, meine Zeit selbst einteilen zu können. Ich wünsche mir auch sehr oft, wieder selbstständig zu sein, obwohl ich da viel gestresster war.
      Was ich eher sagen wollte, ist dass eine gewisse Routine einem viel helfen kann, wenn man gerade seelisch unruhig ist und gerade wenn man Ängste hat. Mir hat es zumindest geholfen und ich kenne sehr viele, denen es genauso ging.
      Dass diese Routine für viele Menschen (für mich z.B. ganz sicher) nichts für die Ewigkeit ist, ist klar. Eben weil, wie du schreibst, es einem fehlt, Ziele zu haben etc. Also ich würde NIE NIE NIE sagen, dass ein fester Arbeitsplatz grundsätzlich besser ist als andere Lebensmodelle.... für manche vielleicht, für andere gar nicht. ^_~

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  18. Schoener Beitrag, ich finde dein Blog stellt einen super Rahmen dar fuer solche Themen, weil man sich hier immer ein bisschen fuehlt, als wuerde man bei dir zuhause auf der Couch sitzen in kuschliger Athmossphaere ;)

    Ich hab auch so meine Erfahrungen und Probleme, die denen der anderen Kommentatoren ziemlich aehnlich sind, darum will auch nur eine Kleinigkeit hinzufuegen:

    Der "kosmische Optimus"-Ansatz und die Gedankengaenge der anderen fand ich sehr interessant, ich mach mir das auch auf so aehnliche Weise klar, wenn die Gedanken durchdrehen.

    Aber manchmal kommt man auch in Situationen, wo man diesen Gedanken kaum greifen kann, weil die Gedanken sich viel zu schnell drehen (Panikattacken halt).
    Wenn das der Fall ist, versuche ich immer ne innerliche Checklist durchzugehen, die folgendermassen aussieht:
    Wann hast du das letzte mal geschlafen?
    Wann hast du das letzte mal gegessen?
    Wann warst du das letzte mal draussen?
    Wann hast du das letzte mal mit Freunden/Familie geredet?

    Klingt erstmal total profan, aber oft sind viele Faktoren an der schlechten Laune beteiligt und teilweise halt auch solche simplen Dinge (leerer Magen = Schlafmangel kann winzige Probleme RIESIG erscheinen lassen). Mir persoenlich tut es ganz gut, sich dann auf sowas banales zu konzentrieren.
    In solchen Situationen konfrontiert einen das Gehirn mit gaaanz vielen Problemen, die man in dem Moment sowieso nicht loesen kann, und vor allem nicht gleichzeitig! Wichtig ist eigentlich nur, erstmal runter zu kommen um spaeter mit gelassener Seele und gesammelter Energie die Probleme angehen zu koennen.

    Was zu essen, ne viertel Stunde spazieren gehen und vllt mit nem Freund chatten hat mich schon oefter mal aus nem akuten Tief rausgeholt... Ich stell mir das immer son bisschen vor, als wuerde man aus nem Karussel aussteigen. Ausserdem ist es psychologisch warscheinlich positiv, weil etwas zu essen, frische Luft, Bewegung etc ja leichte Gluecksgefuehle hervorrufen muessten, das ist ne gute Abwechslung nachdem man sich selber gedanklich so fertig gemacht hat.

    Meine zwei Cent dazu ^^ SO gehe ich persoenlich mit akuten Aengsten um. Ich hoffe, das es irgendwem hilft! Mir hat mal ein guter Freund diesen "Trick" verraten und ich bin ihm ziemlich dankbar ^^.

    Liebe Gruesse
    Freezy

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    1. Da hast du sowas von recht!!

      Was für wunder schon Spaziergänge für meine Laune bewirkt haben oder der Beschluss "jetzt kochst du mal nur für dich ein richtig leckeres Essen". Man erwartet es manchmal gar nicht, aber so simple Dinge können größere Probleme auf einmal kleiner erscheinen lassen.

      Und mit einem Freund zu chatten oder mal ne Runde mit der Familie telefonieren hilft auch manchmal sehr. ^^

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  19. Tatsächlich ist es so, dass ich (wenn ich denn mal blogge) versuche die negativen Dinge aus meinem Blog so gut wie rauszuhalten. Denn wenn ich rückblickend Beiträge lese, möchte ich auch selbst nur punktuell an schlechte Zeiten erinnert werden.
    Ich hab oft und viel Angst, vor allem Möglichen. Unbegründet und völlig bekloppt, aber ich habe gelernt zu akzeptieren, dass eben auch das zu mir gehört.
    Wie The Outlaw sagte, es gibt kein Handbuch für nach der Schule. Ich bin auch 15 Jahre zur Schule gegangen und das ist absolutes Naturschutzgebiet. Auch die Unis, die schulischen Ausbildungen (habe ich dann gemacht) - absolut fern der Realität. Das schürt natürlich Ängste wenn man dann loslegt mit dem Erwachsensein. Ich sag nur "Meine erste Steuererklärung"...
    In den anderthalb Jahren, die ich jetzt berufstätig bin kam auch viel dazu: Wechsel im Team, viel Druck und Stress, teilweise habe ich wochenlang kaum durchgeschlafen. Dabei hat mein Verlobter sein Referendariat gemacht, was auch Stress bedeutet. Irgendwie haben wir es jedoch zusammen geschafft, den ganzen Mist einmal am Tag abzuschütteln, zusammen was schönes zu essen und danach einfach nicht mehr an morgen denken. Ich habe mein Hello-Kitty-Universum, wo alles rosarot ist, wenn ich Probleme hab einzuschlafen, denke ich an Einhörner auf einer sonnenbeschienenen Wiese. Am Wochenende denke ich relativ selten an meine Arbeit, denn am Wochenende bin ich einfach ich. Da wird Lego Star Wars gezockt oder Star Trek geschaut, da denke ich nur mit Hilfe von Hobbits und Mana-Punkten. Da ist meine Art damit umzugehen. Ich gehöre meinem Boss nur Montag bis Freitag und auch nur zwischen 8.30 Uhr und 18 Uhr, der Rest gehört mir! Meine Chefin kommt nicht in mein Wohnzimmer, da zieh ich ne klare Grenze.
    Und ich habe festgestellt: Auch die schlimmste Zeit geht vorbei, die Welt dreht sich weiter (wenns gar nicht geht auch mal ohne mich).
    Was mich dann stört, sind zB Leute die "nur" meine private Seite kennen und finden dass ich nicht ernsthaft genug für mein Alter bin. Aber ich denke mir, jeder von uns muss jeden Tag seinen Ängsten mit erhobenem Haupt begegnen, jeder sieht und erlebt schlechte Dinge, da muss man das Recht darauf haben, dem ganzen mit einer gewissen Masse an "Flausch" zu begegnen... Denn Flausch ist gut!

    Ich hoffe das war nicht zu wirr... ^^
    Lieben Gruß,
    MäriFäri

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    1. Ach, ich finde eh, andere Leute dürfen gar nicht beurteilen, ob man "ernsthaft" genug ist oder nicht. Höchstens wenn sie mit einem zusammenleben oder auf irgendeine andere Weise davon betroffen sind. Aber wenn nicht: Sich einfach raushalten. Ich mein, vielleicht bist du nicht ernsthaft genug, vielleicht aber auch genau richtig, wie soll das jemand aussenstehendes beurteilen können? Und es geht die Menschen auch einfach nichts an, wie gut oder schlecht man sein erwachsenes Leben regelt. Sie müssen ja nicht für einen zahlen oder irgendwas.

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  20. Das mit dem Universum sagte doch auch Michiru zu Haruka (oder war's andersrum? Finde leider die betreffende Folge oder Zitat nirgendwo online, war zu Beginn der 5. Staffel) :D

    Toller Blogpost :)
    Mit Ängsten oder Zweifeln hat wohl jeder immer wieder zu kämpfen, aber die wenigsten zeigen das offen, um sich nicht angreifbar zu machen - ähnliches gilt ja auch für soziale Netzwerke, wo nur positive Dinge gepostet werden (vielleicht, weil man sowas nicht mit Bekannten zur Diskussion stellen will oder wenn es was schlimmes ist, weitere Nachfragen oder Kommentare eher nur belasten würden). Geht ja soweit, dass manche deshalb depressiv wurden, weil sie meinten, anderen ginge es immerzu gut und nur ihnen selbst schlecht und fühlten sich dann als Versager.

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  21. Also ich kann dir sagen, dass absolut JEDER Angst hat vor dem Schritt ins Leben, ich hab total viel geweint, als es näher an den Tag kam, wo ich von meinen Eltern weg musste, weil ich totalen Schiss hatte, alles zu vergeigen. Aber es war die beste Entscheidung ever! Meine Beziehung zu meinen Eltern ist so viel besser seither und sie sind nicht aus der Welt, wir telefoniern oft und meine Mama hilft mir mit allen neuen Sachen, die ich meistern muss aus. Und wenn sie das nicht täte, hätte ich auch noch andere Leute, die mir helfen würden. Du bist nicht allein auf dieser Welt und Fragen ist keine Schande! Eine eigene Wohnung is was total tolles und das solltest du dir nicht entgehen lassen! Denk dir immer dran, du brauchst doch nicht viel, du brauchst keine Kredite abzuzahlen und keine Lebensversicherungen abzuschließen, du musst nur jeden Tag was essen und in einem Bettchen schlafen können, alles andere ist Luxus. Und das kannst du ganz sicher schaffen.

    Und schreib dir Listen! Listen fürs Einkaufen, für deine To Dos, für alles, was dir einfällt, das gab mir immer Sicherheit im Meistern des Alltags :-)

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  22. Danke danke danke für diesen wunderbaren Blogeintrag liebe Asu.
    Ich denke das es ganz normal es Angst zu haben und das sie nicht immer negativ zu bewerten sind. Denken wir doch mal an die Angst die wir spüren wenn wir im dunklen nach Hause gehen. Das ist ein Warnsignal unseres Körpers und sollte man ernst nehmen.
    Ich zb habe angst davor menschen zu vertrauen. Weil mein Vertrauen oft mit Füßen getreten wurden ist
    In den meisten Menschen sehe ich deswegen auch erst das negative. Zu dem bin ich sehr unsicher. Ich muss mir von sämtlichen Freunde bestätigen lassen ob mir ein Outfit auch wirklich steht bevor ich es anziehe. Angst kann einen lähmen aber sie kann einen auch beschützen.

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  23. diese ängste kennt glaub ich jeder.
    klar, es gibt viele arten von angst und jede einzelne lebenssituation ist anders, es gibt so viele nuancen.
    und jeder, der behauptet, es gibt immer eine lösung oder hilfe, ist selbst noch nie in einer sackgasse gewesen oder hatte ernsthafte probleme.
    ich bin mit existenzängsten groß geworden und habe es trotzdem bis in die universität geschafft. ich bin weder gut oder schlau, vor allem aber bin ich faul (daran arbeite ich grad^^).
    meine existenz hängt jeden tag und jede prüfung von neuem am seidenen faden.
    wenn ich mir so anhöre, wie die menschen über ein studium denken (viel freizeit, "arbeit" endet an der haustür, hin und wieder mal was zu lernen) kommt es mir echt hoch. oder auch, wenn sämtliche komilitonen einen überholen und zu den überfliegern werden, die in den stellenausschreibungen verlangt sind.
    klar, wenn man das liebt, was man tut, ist es automatisch leichter. aber was, wenn man da zwangsweise durch muss weil es der einzige weg zu der arbeit ist, mit der man sein leben verbringen will? dann quält man sich. dann geht es nur noch ums durchkommen.
    wenn mans nicht schafft, verliert man die wichtigsten güter unserer heutigen gesellschaft: zeit und geld. da ist ein neuanfang nicht einfach.
    mein fehler war, mich mit anderen zu vergleichen. jeder hat seine eigene motivation, sein eigenes tempo im leben. in manchem ist man gut, in manchem schlecht. das schon mal zu akzeptieren ist nicht so einfach, wie es klingt.
    listen zu schreiben hilft mir persönlich kaum, da ich oft mit dem "to do" überfordert bin und kaum schaffe, was da ansteht (gut, bei einem wochenpensum von 70 stunden auch ned verwunderlich). lieber einen schritt nach dem anderen, wochenweise denken. hin und wieder einen großen überblick verschaffen.
    wenns wirklich hart auf hart kommt, schaue ich gilmore girls (keine ahnung wieso, aber das ist die einzige serie von sehr vielen, mit der es mir später besser geht als vorher^^) oder gehe in eine kirche. glaube hin oder her, aber mir hilft hauptsächlich diese stille (um das rauschen im kopf zu verringern) und der "viele platz" in diesem riesen gebäude. wie du sagst, universums-effekt :D
    aber auch die vorstellung, dass menschen vor hunderten von jahren so etwas mit kleinen mitteln erbauen konnten aus reiner willenskraft heraus, gibt mir die kraft, meine hürden zu meistern.
    (und noch ein kleiner tipp am rande: einfach aussteigen. kein facebook mehr, keine nachrichten, keine zeitung lesen. die wichtigsten nachrichten bekommt man so oder so mit, aber den ganzen rest braucht man sich nicht antun. mich haben diese inzwischen doch meist schlechten tagesnachrichten auch immer ziemlich gestresst...)

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    1. To Do Listen machen mir auch immer mehr Angst als dass sie helfen. Ich muss mir nur manchmal Sachen notieren, damit ich sie nicht vergesse, aber richtige Listen machen mir zu sehr bewusst, dass ich es nie alles schaffen werde in meiner Lebenszeit. >__<

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  24. [aus dem AskMe]

    Hey Asu :3

    Eigentlich war das hier ein Kommentar für den "Ängste, ..."-Beitrag, aber mein böser Internet Explorer will mal wieder nicht so wie ich. Aber es wäre mir wichtig, wenn zumindest du mal den ganzen Kram (xD), den ich hier geschrieben habe, lesen würdest. Es liegt mir irgendwie am Herzen.

    Ich muss sagen, dass ich mich (ein wenig) in dem Text der Fragestellerin (ja ich bin mal so frech und gehe davon aus, dass es ein Mädel war ;)) wiedererkannt habe, zumindest was die Sache mit den Panikattacken angeht. Bei mir ist's momentan so schlimm geworden, dass es mich aus meinem Leben geknockt hat, zumindest aus meiner Routine. Ich bin eine ganze Weile nicht mehr vor die Haustür gegangen (untypisch für mich), weil ich einfach Angst davor hatte/ immer noch irgendwie habe. Dazu sei gesagt, dass ich letztes Jahr einen herben Verlust habe hinnehmen müssen, dazu noch der übliche Psychokram, der so gut wie jedem Menschen passiert und da hat irgendwas in mir gesagt "Bis hierhin und nicht weiter!". Und manchmal hat man auch ans Aufgeben gedacht.
    Aber wofür ich wirklich unendlich dankbar bin ist die Unterstützung einiger Menschen, die immer auf mich aufpassen und mir ebenso oft einen Tritt in den Allerwertesten geben, damit man weitermacht.

    Mal davon abgesehen schreibe ich seit Jahren an einem Roman, habe aber panische Angst davor (klingt vielleicht übertrieben >.<), den zu beenden, ganz einfach, weil es a) ein Ende bedeutet (und mit Enden tue ich mich ganz wahnsinnig schwer, in vielerlei Hinsicht!) und b) es danach ja irgendwie weitergehen muss. Das Ende vom Lied ist, dass ich was anderes angefangen habe, um ja nicht diese Story beenden zu müssen. Hinzu kommt noch die Selbstzweifel, die man diesbezüglich hat, ob das alles passt, es überhaupt jemanden interessieren würde, etc. Ich hoffe, dass ich, was dieses Thema angeht, irgendwann doch noch mal A**** genug in der Hose habe und sage "Los jetzt, Mädel! Das schaffst du!"

    Oder ein anderes Beispiel: Ich weiß, dass es besser für mein Wohlergehen wäre, wenn ich mich von einer langjährigen Freundin abkappen würde. Aber ich habe Angst davor, weil es (mal wieder) ein Ende wäre. Wir haben viel durch, viel Mist, viel Spaß, aber irgendwie überwiegt das Negative mehr und mehr, alles Reden nützt nichts. Vielleicht liegt's auch an mir, ich bin iwie ne komische Type xD. Aber wenn man merkt, dass es einem schlecht damit geht, das was man sagt aber irgendwie abprallt, dann ist ein Ende vielleicht mal ganz gut. Erinnert mich irgendwie ein wenig an "The Night of the Rabbit", wenn ich das mal so einspeisen darf :D. Wie hieß es da noch gleich? "Jede Geschichte hat ihren Anfang" oder so ähnlich? Ich denke, dass viele noch nach ihrem Anfang suchen (ich habe meinen auch irgendwie noch nicht gefunden, mit Enden kann ich um mich werfen).

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    1. [Fortsetzung]

      Im Oktober war ich gemeinsam mit Mr. Panda (Freund) in Schottland, obwohl ich zuerst gedacht habe, dass das nicht zu schaffen ist in meinem Zustand (Flug, viel rausgehen). Aber es hatte alles wunderbar geklappt, ganz wider Erwarten. Was für mich persönlich jedoch das Wichtigste Erlebnis war: Es gibt auf der Isle of Skye eine Felsnadel, die nennt sich "The old Man of Storr". Wir hatten keine Ahnung wie hoch das Ding lag oder wie weit der Weg werden würde. Der Berg hing in den Wolken, es stürmte und binnen weniger Minuten war man nass bis auf die Knochen. Und immer noch ging es weiter rauf. Da habe ich mir gedacht "Stell dir vor, dass dieser Berg die Anhäufung all deiner Probleme ist. Wenn du es schaffst bis ganz nach oben zu kommen, dann schaffst du auch alles andere!" Klar wäre es toll, wenn man dann einfach nur mit den Fingern schnippen könnte und alles wäre wie früher; es ist ein harter Weg, un der ist (wie in dem Sprichwort) tatsächlich das Ziel.

      Also was ich damit sagen will: Das Leben ist voller Herausforderungen, bei denen man oftmals einfach nur den Kopf in den Sand stecken und sich für ne Weile ausklinken möchte. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass man das alles schaffen kann, wenn man nur (und wenn's nur zwei Leute sind) jemanden an seiner Seite hat, der für einen da ist, wenn man mal gerade völlig neben sich ist.

      Jeder Mensch hat vor etwas Angst (und wenn's vor Spinnen ist), und ich denke, dass auch dieses Wissen "Ich bin nicht alleine damit, anderen geht es genauso" ungemein helfen kann, wenn man sich das immer irgendwie in Erinnerung ruft, dass da noch viele andere sind, die ebenfalls von solchen Panikattacken, Ängsten heimgesucht werden. Aber wenn man da erst mal überwunden hat, dann kann es eigentlich nur noch bergauf gehen.

      Irgendwie bin ich ganz schön mit den Themen hin und her gejumpt, aber es tat mir persönlich gut zu lesen, dass man wirklich nicht alleine ist mit dem Thema und dass es viele Leute gibt, die auch gewillt sind darüber zu reden und iwie zu helfen. Als ich die Überschrift des Beitrages gelesen habe, dachte ich nur "Oh!". Klingt dämlich, aber dann die ganzen Kommentare zu lesen, schenkt einem dann doch wieder unheimlich Kraft!

      Und Asu: vielen lieben Dank, dass du immer so offen und ehrlich Dinge ansprichst! Das ist heutzutage wirklich selten, aber wenn man dann solch eine Person "trifft", ist das gleich wieder umso mehr wert! :D

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    2. Ich hab es mal hier gepostet, damit es auch andere Lesen können. Ausserdem wird "The Night of the Rabbit" mit analysiert, was ich super finde. :3
      Und ich will jetzt auch nach Schottland. *__*

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